Die Feuerwehr in Wehdel
„Wohltätig ist des Feuers Kraft, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. Doch wehe wenn sie losgelassen, wachsend ohne Widerstand durch volksbelebten Gassen wälzt den ungeheuren Brand.“
So schreibt Friedrich von Schiller in seiner „Glocke“:
Um dieses Feuer zu beherrschen, haben sich seit jeher die Bewohner aller Ortschaften bemüht.
So ist in Wehdel auch bewusst Brandschutz betrieben worden. Aus alten Protokollen geht hervor, dass die Gemeinde Wehdel mit ihrer Spritze am 14.Mai 1878 bei einem Brand auf dem Hof Sähnke in Grönloh im Einsatz war.
Die Handdruckspritze ist an verschiedenen Stellen untergebracht gewesen. Der letzte Unterstellraum war ein Anbau an einem Geräteschuppen neben der Gastwirtschaft Rodbert in Wehdel.
In den fünfziger Jahren beantragen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wehdel motorisiert zu werden. Nach längerer Beratung seitens des Gemeinderates wurde dieser Antrag abgelehnt. Daraufhin trat die Mannschaft zurück. Der Gemeinderat der Gemeinde Wehdel war aber der Meinung, eine Feuerwehr behalten zu wollen.
Eine Neugründung erfolgte 1957.
So wurden folgende Leute angesprochen und zu Feuerwehrleuten ernannt:
| Gerhart Ottmann, Ortsbrandmeister |
| Gustav Reinermann, stellvertr. Ortsbrandmeister |
| Hermann Landwehr | Hermann Kreiling |
| Heinrich Barkau | Jürgen Rantze |
| Gerhart Neteler | Reinhold Wörheide |
| Günter Lüßing | Helmut Hilbig |
| August Iding | Ernst Iding |
| Werner Dallmann | Willi Vortmann |
| Friedrich Jungblut |
Im Jahre 1963 wurde in Wehdel die Motorisierung der Feuerwehr vollzogen.
Die Erstausstattung war ein VW Bulli TSF-T (Tragspritzfahrzeug mit Truppbesatzung) und eine Tragkraftspritze Köbe mit VW Motor 34 PS. Für diese Fahrzeuge wurde auf dem Hofe Oyemann in einer Scheune eine Unterkunft geschaffen.
Im Jahre 1972 fand im Lande Niedersachsen eine Gebiets- und Verwaltungsreform statt.
So wurde aus dem Kirchspiel Badbergen die Einheitsgemeinde Badbergen, aus den Gemeinden Badbergen, Menslage, Nortrup und der Stadt Quakenbrück die Samtgemeinde Artland.
Die Samtgemeinde Artland ist Träger des Schulwesens und des Brandschutzes.
Der Feuerwehr der Samtgemeinde Artland gehören an:
| Freiwillige Feuerwehr Quakenbrück | Schwerpunktfeuerwehr |
| Freiwillige Feuerwehr Badbergen | Stützpunktfeuerwehr |
| Freiwillige Feuerwehr Menslage | Stützpunktfeuerwehr |
| Freiwillige Feuerwehr Nortrup | Stützüunktfeuerwehr |
| Freiwillige Feuerwehr Bottorf-Borg | Feuerwehr mit Grundausstattung |
| Freiwillige Feuerwehr Grönloh | Feuerwehr mit Grundausstattung |
| Freiwillige Feuerwehr Wehdel | Feuerwehr mit Grundausstattung |
Nach der Gebietsreform wurde das Schulwesen in der Samtgemeinde Artland neu geordnet. So wurde die Wehdeler Schule seit 1975 für den Schulbetrieb nicht mehr genutzt. 1977 wurde dieses Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Wehdel als Unterkunft übergeben. Sie war zu der Zeit die am besten untergebrachte Feuerwehr in der Gemeinde Badbergen.
Im Jahre 1982, also 25 Jahre nach der Neugrünung im Jahre 1957 fand im Saale Saathoff der Verbandstag des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück e.V. statt. Auf dem Verbandstag wurden wegen 25-jähriger Mitgliedschaft geehrt:
Gustav Reinermann, Hermann Landwehr, Hermann Kreiling, Heinrich Barkau, Jürgen Rantze, Helmut Hilbig und Werner Dallmann.
Für vorbildlichen Einsatz für das Feuerlöschwesen wurde Gustav Reinermann mit dem Feuerwehrkreuz in Silber ausgezeichnet.
In den folgenden Jahren ist im Feuerwehrhaus und Umgebung viel Eigenleistung investiert worden. Unter anderem wurde der Vorplatz gepflastert, der Schulungsraum vertäfelt, die Teeküche eingerichtet u.v.m…
In dieser Zeit wurde auch ein Schlauchanhänger angeschafft und in Betrieb genommen. Mit diesem Fahrzeug können während der Fahrt bis 600m B-Leitung verlegt werden.
Im Jahre 1984 wurde ein neues TSF an die Feuerwehr Wehdel übergeben. Zur Unterbringung musste das Tor zur Garage vergrößert werden. Dies geschah ebenfalls in Eigenleistung.
1998 beanstandete die Feuerwehrunfallkasse die Fahrzeughalle. Nicht ausreichend Platz beim Einsteigen, keine Möglichkeit zur Unterbringung der Dienstkleidung, keine ordnungsgemäße Toilettenanlage waren nur einige der Punkte, die bemängelt wurden.
Nach längerer Beratung und Meinungsbildung seitens Samtgemeinderates, der Samtgemeindeverwaltung und der Feuerwehr wurde folgender Beschluss gefasst:
Anbau einer entsprechend großen Fahrzeughalle, Umbau der alten Halle zu einer Toilettenanlage sowie Einbau einer Gasheizung. Die Materialien stellt die Samtgemeinde, die Arbeit ist in Eigenleistung zu erbringen.
Übergabe der verbesserten Anlage war im Jahre 2000.
Folgende Ortsbrandmeister waren in Wehdel tätig:
| Ortsbrandmeister | Stellvertretender Ortsbrandmeister |
| ab 1902 Heinrich Lüdeling | Hermann Mustermann |
| ab 1920 Hermann Lürsmann | |
| wiedergewählt 1949 Wilhelm Rickhaus | |
| ab 1957 Gerhard Ottmann | Gustav Reinermann |
| ab 1980 Heinrich Kramm | ab 1982 Reinhard Bartsch |
| ab 1988 Reinhard Bartsch | Werner Adler |
| ab 2000 Werner Adler | Bernd Kramm |
| ab 2004 Bernd Kramm | Johannes Dühnen |
Heinrich Kramm war von 1988 - 1994 Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Artland


